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Lehrstuhl für Informatik 12
DIANA
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Mit durchschnittlich 80 elektronischen Steuergeräten ist die Elektronik heutiger Kraftfahrzeuge überaus komplex. Erfahrungsgemäß ist die eigentliche Ursache bei bis zu 40 Prozent der gemeldeten Fehler in der Fahrzeugelektronik nicht einwandfrei feststellbar. Das kann für den Fahrzeughalter unter Umständen mehrmalige Werkstattbesuche und teure Reparaturen bedeuten, denn häufig bleibt nur die Möglichkeit, anhand der Fehlerbeschreibung Systemkomponenten auf Verdacht auszutauschen.

Im Projekt "Erweiterte Diagnosefähigkeit in Halbleiterbauelementen und übergeordneten Systemen zur verbesserten Analysierbarkeit von permanenten und sporadischen Elektronikausfällen im Gesamtsystem Automobil" – kurz: DIANA – soll erforscht werden, wie sich die Analyse- und Diagnosefähigkeiten von elektronischen Steuergeräten im Fahrzeug verbessern lassen, um Elektronikstörungen im Automobil schneller und effizienter erkennen und beheben zu können.

Durchgängige Diagnosefähigkeit

Für das Erreichen der Projektziele werden Verfahren, wie sie heute bei der Qualitätskontrolle in der Halbleiterindustrie zum Einsatz kommen, für die unmittelbare Anwendung im Fahrzeug weiterentwickelt. Relevante Informationen über mögliche Fehlfunktionen während des Betriebs lassen sich so direkt von den Halbleiterbauelementen feststellen und zukünftig an übergeordnete Systemkomponenten des elektronischen Steuergeräts weitermelden. Das elektronische Steuergerät kann dann die gesammelten Betriebsdaten für die Diagnose aufbereiten und den Fahrer über den Zustand seines Fahrzeugs informieren bzw. den Mechanikern in der Werkstatt einen detaillierten Diagnosebericht zur Verfügung stellen. Eine solche, heute noch nicht verfügbare durchgängige Diagnosefähigkeit erfordert eine enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Automobilindustrie, vom Halbleiterhersteller über die Systemlieferanten der elektronischen Steuergeräte bis zum Automobilhersteller.

Projektpartner

DIANA ist ein Gemeinschaftsprojekt der AUDI AG, der Continental AG, der Infineon Technologies AG und der ZMDI AG unter der Leitung der Infineon Technologies AG und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die vier Projektpartner werden von Forschungseinrichtungen und Universitäten – dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen Dresden, der Universität der Bundeswehr München und den Universitäten Cottbus, Erlangen-Nürnberg und Stuttgart – unterstützt.
Audi Continental Infineon ZMDI
Fraunhofer IIS Bundeswehruni München Uni Cottbus Uni Erlangen Uni Stuttgart

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung
Bundesministerium für Bildung und Forschung

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