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Peer-to-Peer-Netzwerke
| Dozent |
Rolf Wanka |
| Umfang |
V2 + Ü2,
Studenten der Informatik und des
Computational Engineering, Interessenten anderer
Fächer |
Ort
und Zeit der Vorlesung
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Do. 8:30-10:00, 00.153
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Ort
und Zeit der Übung
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Di. 8:30-10:00, 00.153
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Prüfungen:
Termine sind hier zu finden.
Bitte überprüfen Sie, ob Ihre Namen, Matrikelnummern usw.
richtig sind. Danke!
Die Scheine des ersten Prüfungstags können bei mir oder
Sabine Helwig abgeholt werden.
Die Prüfungsgespräche finden am Lehrstuhl 12 in Tennenlohe
statt.
(-> Anfahrtbeschreibung)
Folien:
Übungsblätter:
Literatur:
- Peter Mahlmann, Christian Schindelhauer.
Peer-to-Peer-Netzwerke - Algorithmen und Methoden.
Springer, 2007. Das Buch ist erschienen
und kann im einschlägigen Buchhandel erworben/bestellt
werden.
Beschreibung:
Im Jahr 1999 programmierte der
damals 19-jährige Shawn (Napster) Fanning ein denkbar
einfaches Netzwerk, das den Zugriff auf Dateien anderer
Teilnehmer direkt über das Internet zuließ. Dieser Zugriff zwischen
gleichen Teilnehmer wird Peer-to-Peer genannt. Wenig später folgte mit
Gnutella das erste echte Peer-to-Peer-Netzwerk, das auch die Suche
nach
geeigneten Dateien ohne zentrale Steuerungsmechanismen ermöglicht.
Aber Gnutella war langsam und unzuverlässig.
Die Ineffizienz von Gnutella motivierte viele,
bessere Netzwerke zu
erfinden. 2001 gab es mit CAN und Chord die ersten
Peer-to-Peer-Netzwerke
mit effizienter Suche und bald sollten weitere folgen. Während sich
Wissenschaftler mit immer besseren Netzwerkstrukturen übertrumpften,
veröffentlichten Programmierer immer bessere Software im Internet,
die ihre Ideen umsetzten. Die Schattenseite dieser Entwicklung ist,
daß die allermeisten Peer-to-Peer-Netzwerke von den Benutzern dazu
mißbraucht werden, gegen geltende Urheberschutzvorschriften
zu verstoßen: Nutzer tauschen uneingeschränkt Musikstücke und
neuerdings Filme aus. Schätzungen zufolge soll mittlerweile mehr als
50%
des gesamten Transportvolumens im Internet diesem Zweck dienen.
Dadurch entstand ein bis heute ungelöstes Spannungsfeld zwischen
massenhafter illegaler Nutzung von Peer-to-Peer-Netzwerken und
den Leidtragenden dieser Entwicklung, der Musik- und Filmindustrie.
Ziel dieser Vorlesung ist es, den Studierenden
ein grundsätzliches Verständnis der Techniken der aktuellen
Peer-to-Peer-Netzwerke zu verschaffen und Methoden vorzustellen, die
vielleicht erst in einigen Jahren umgesetzt werden.
Die Veranstalung richtet sich in erster Linie an Studenten der
Informatik
ab dem 5. Semester. Daher werden allgemeine Kenntnisse der Grundlagen
der Informatik vorausgesetzt.
Inhalte:
- Kurze Geschichte der Peer-to-Peer-Netzwerke
- Was ist ein Peer-to-Peer-Netzwerk?
- Peer-to-Peer-Netzwerke dieses Jahrhunderts
- Ältere Peer-to-Peer-Netzwerke
- Das Internet: Unter dem Overlay
- Die Schichten des Internets
- IP: Routenwahl im Internet
- TCP: Das Transportprotokoll
- Die ersten Peer-to-Peer-Netzwerke
- Napster
- Gnutella
- Die Verbindungsstruktur von Gnutella
- Hybride Netzwerke: Gnutella II und Kazaa
- CAN: Adressierbare Inhalte in einem verteilten Netzwerk
- Chord
- Pastry und Tapestry
- Gradoptimierte Netzwerke
- Netzwerke mit Suchbäumen
- Skipnet und Skip-Graphs
- P-Grid
- Selbstorganisation
- Pareto-Netzwerke
- Zufallsnetzwerke
- Selbstorganisation
- Metrikbasierte Netzwerke
- Sicherheit in Peer-to-Peer-Netzwerken
- Anonymität
- Datenzugriff: Der schnelle Download
- Peer-to-Peer-Netzwerke in der Praxis
- eDonkey
- FastTrack
- Bittorrent
- Peer-to-Peer-Verkehr
- Juristische Situation
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