 |
Berechenbarkeit und Formale Sprachen
| Dozent |
Rolf Wanka |
Modulbeschreibung
|
Berechenbarkeit und Formale Sprachen |
| Umfang |
V4 + Ü2,
Studenten des Bachelor-Studiums Informatik, 3. Semester |
Ort
und Zeit der Vorlesungen
|
Mo., 10:15 - 11:45 Uhr, H9
Fr., 08:30 - 10:00 Uhr, H9
|
Ort
und Zeit der Übung
|
Mo., 14:15 - 15:45 Uhr, E1.11 (Rauch)
Di., 12:15 - 13:45 Uhr, 04.137 (Rauch)
Mi., 16:15 - 17:45 Uhr, 00.152 (Mühlenthaler)
Do., 10:15 - 11:45 Uhr, 00.156 (Schmitt)
Fr., 12:15 - 13:45 Uhr, 0.031 (Schmitt)
Fr., 12:15 - 13:45 Uhr, 00.151 (Mühlenthaler)
|
Die 90-minütige Klausur wird am 4. April 2012 ab 14:00 Uhr
geschrieben.
Aufteilung auf die Hörsäle:
- Namen A-N: H1 (Egerlandstr. 3, "auf der anderen Seite des roten Platzes")
- Namen O-Z: H9 (Hörsaal-Gebäde)
Die 17x17-Challenge ist
gelöst.
Termine
- Beginn der Vorlesungen: 21. Oktober 2011
- Beginn des Übungsbetriebs: 25. Oktober 2011
- Ende der Vorlesungszeit: 11. Februar 2012
- Klausur: 4. April 2012
Inhalte:
- Turingmaschinen, die Churchsche These und Entscheidbarkeit
- NP-Vollständigkeit
- Automaten, Grammatiken und die Chomsky-Hierarchie
- Endliche Automaten, reguläre Ausdrücke und der Satz von Myhill-Nerode
- Kontextfreie Grammatiken und Kontextfreie Sprachen
- Kellerautomaten
YouTube-Videos zu Turingmaschinen:
Eigene Bauteile,
Lego (Uni Aarhus)
Und hier der Busy Beaver mit 4 Zuständen.
Übungen:
-
Bitte überprüfen Sie, ob die Punkte mit Ihren
Unterlagen übereinstimmen.
Punkteliste WS 11/12
Eine Fassung mit vollständigen Matrikelnummern
wird am gelben "schwarzen Brett" im blauen Hochhaus aushängen.
Skript (partiell):
-
Die Turingmaschine aus der Vorlesung als
pdf-File.
Das Bild mit der Ausrede, warum man kein schnelles
Programm hat schreiben können, als
pdf-File.
Es stammt aus dem Buch:
- Michel R. Garey, David S. Johnson.
Computers and Intractability - A Guide to the Theory of
NP-Completeness,
Freeman and Co., 1979
Vortrag über das Halteproblem:
Folien zu einem
Vortrag im Schnupperstudium Informatik:
Sachen
gibt's, die gibt's gar nicht
Die Grammatik G aus der Vorlesung, die die Sprache
L = { anbncn | n
≥ 1 }
erzeugt, gibt es hier.
Es gibt die Abschnitte 1.6 (Unentscheidbare Probleme),
1.7 (Reduktionen und der Satz von Rice) und 1.8 (Rekursive
Aufzählbarkeit) in ausgearbeiteter Form
hier als pdf-File.
Die Folien zum Vortrag über Schönings Algorithmus
für 3SAT finden Sie
hier.
Turings Aufsatz
Alan M. Turing.
On Computable Numbers, With an Application to the Entscheidungsproblem,
Proc. London Math. Soc. 2(42) (1936), 230-265.
Charles Petzold.
The Annotated Turing. A Guided Tour through Alan Turing's Historic
Paper on Computability and the Turing Machine.
Wiley, 2008.
Moore's Law
G. E. Moore.
Cramming
more components onto integrated circuits.
Electronics 38 (1965) 114-117.
Einer der Erfindungsaufsätze zu Quicksort
C.A.R. Hoare.
(Turing Award 1980)
Quicksort.
The Computer Journal 5 (1962) 10-16.
[doi: 10.1093/comjnl/5.1.10] (Download mit IP-Adresse der Uni Erlangen)
Bzgl. der "Zeitlosigkeit" der Ergebnisse der
Unentscheidbarkeitstheorie und der P-NP-Theorie:
Achten Sie besonders auf die Fußnote der Table 1 auf S. 13!
Gotos in höheren Programmiersprachen
Edsger W. Dijkstra.
(Turing Award 1972)
Go To Statement Considered Harmful.
Communications of the ACM 11 (1968) 147-148.
Besonders gefällt der Anfang:
"... the quality of programmers is a
decreasing function of the density of go to statements
in the programs they produce."
Grötschels Aufsatz zum Rundereiseproblem
Martin Grötschel.
Schnelle
Rundreisen: Das Travelling-Salesman-Problem.
S. 95-129
in:
Stephan Hußmann, Brigitte Lutz-Westphal (Hrsg.).
Kombinatorische Optimierung erleben. Vieweg, 2007.
Artikel aus Spektrum der Wissenschaft
mit Bezug zur
NP-Vollständigkeit.
-
Martin Grötschel und Manfred Padberg.
Die
optimierte Odyssee, Spektrum der Wissenschaft, April 1999
(Traveling Salesperson Problem ist NP-vollständig)
-
Ian Stewart.
Wer
wird Millionär?,
Spektrum der Wissenschaft, Mai 2002. (Minesweeper ist NP-vollständig)
-
Barry Cipra.
Wer
wird Millionär?,
Spektrum der Wissenschaft, November 2003. (Über die
Millennium-Probleme; ganz unten über die P-NP-Problematik)
-
Jean-Paul Delahaye,
Sudoku oder
die einsamen Zahlen, Spektrum der Wissenschaft, März 2006,
S. 100-106.
(inkl. Linkliste;
Sudoku ist NP-vollständig)
Populärwissenschaftlich-Literarisches:
-
Douglas R. Hofstadter.
Gödel, Escher, Bach - ein Endloses Geflochtenes Band.
dtv, 1991.
(19,90 EUR,
Amazon.de)
Für dieses sehr gute Buch erhielt Hofstadter 1980 den Pulitzer-Preis.
Es enthält anschauliche Diskussionen (auch des Beweises) des
Gödelschen Unvollständigkeitssatzes, Universeller
Turingmaschinen, Formaler Ersetzungssysteme, ...
Immer wieder sind Selbstanwendungen (wie die beim
Beweis der Unentscheidbarkeit des Halteproblems) das Thema.
Selbstanwendungen werden auch in der
darstellenden Kunst
und der Musik beschrieben.
Läßt man sich am besten zum Geburtstag schenken :-)
Aber Achtung: Wenn es um schwierigen Stoff geht, ist auch das
Lesen schwierig.
-
Simon Singh.
Fermats letzter Satz.
dtv, 2000.
(9,90 EUR,
Amazon.de)
Es geht zwar letztendlich um den sog. "Großen Fermat", aber
das Buch erzählt auch viel von der Entwicklung der Mathematik
der letzten 2000 Jahre. Gegen Ende tauchen auch Informatik-Probleme
auf. :-)
Insgesamt tolle Darstellungen.
-
Rolf Hochhuth.
Alan Turing.
Rowohlt, 1998.
(6,50 EUR,
Amazon.de)
Literarische Annäherung an einen "unbekannten Unsterblichen".
-
Andrew Hodges.
Alan Turing: The Enigma.
Walker & Company, 2000.
Ausführliche Biographie.
-
Robert Harris.
Enigma.
Heyne, 1996.
(8,95 EUR,
Amazon.de)
Nicht ganz so literarisch, aber dafür spannend mit frühen Computern
und zu knackenden Codes.
Literatur:
Die Vorlesung orientiert sich sehr stark am Lehrbuch:
- Ingo Wegener. Theoretische Informatik - eine
algorithmenorientierte Einführung, Teubner, 3. Auflage 2005.
Das Buch kostet 29,95 EUR und kann im einschlägigen
Internetbuchhandel, z.B. bei
und in jeder Präsenzbuchhandlung
bestellt werden.
Eine gelungene Abrundung des Inhalts seines Buches präsentiert
Ingo Wegener in:
- Ingo Wegener. Kompendium Theoretische Informatik - Eine
Ideensammlung, Teubner 1996.
Es gibt eine ganze Reihe sehr guter Bücher zu den Grundbegriffen
der Theoretischen Informatik. Einige seien hier genannt:
- Alexander Asteroth, Christel Baier. Theoretische
Informatik, Pearson 2002.
- John E. Hopcroft, Jeffrey D. Ullman. Introduction to
Automata Theory, Languages, and Computation, Addison-Wesley 1997.
- John E. Hopcroft, Rajeev Motwani, Jeffrey D. Ullman. Introduction to
Automata Theory, Languages, and Computation, Addison-Wesley,
2nd Edition 2001.
- Juraj Hromkovic. Theoretische Informatik - Berechenbarkeit,
Komplexitätstheorie, Algorithmik, Kryptographie. Eine Einführung,
Teubner, 2. Auflage 2004.
- Bernard M. Moret. The Theory of Computation,
Addison-Wesley 1997.
- Uwe Schöning. Theoretische Informatik kurzgefaßt,
Spektrum Akademischer Verlag, 5. Auflage 2008.
- Michael Sipser. Introduction to the Theory of Computation,
Cengage Learning Services, 2005.
- Gottfried Vossen, Kurt-Ulrich Witt. Grundkurs Theoretische
Informatik, Vieweg, 4. Auflage2006.
- Klaus W. Wagner. Einführung in de Theoretische Informatik -
Grundlagen und Modelle, Springer 1991.
- Ingo Wegener. Theoretische Informatik - eine
algorithmenorientierte Einführung, Teubner, 2. Auflage 1999.
- Ingo Wegener. Kompendium Theoretische Informatik - Eine
Ideensammlung, Teubner 1996.
|
 |